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Ein Kaminofen soll Wärme spenden, Ruhe ausstrahlen und mit einem schönen Flammenbild begeistern. Umso ärgerlicher ist es, wenn das Feuer nur vor sich hin kokelt und die Scheibe verrußt. In den meisten Fällen steckt die Ursache in einer einzigen Stellschraube: der richtigen Luftzufuhr. Doch wie kann man am Kaminofen den Schieberegler einstellen? Und was machen viele dabei falsch? Genau das erfährst du in diesem Beitrag.

Die gute Nachricht: 

Mit einem modernen, geprüften Kamin und einer guten Beratung sind die aktuell geltenden Kaminvorschriften absolut handhabbar. 

Hier erfährst du klar und verständlich, worauf es wirklich ankommt – ohne komplexe Fachbegriffe und unnötige Details. 

Das erwartet dich

    1. Warum die Luftzufuhr im Kamin so wichtig ist
    2. Die drei Arten der Luftzufuhr beim Kaminofen
    3. Zusammenspiel in der Praxis: der ideale Heizvorgang
    4. Häufige Bedienfehler – und wie du sie vermeidest
    5. Der Spartherm-Luftstellhebel: ein Hebel, volle Kontrolle
    6. S-THERMATIK NEO: automatische Abbrandsteuerung für maximalen Komfort

 

Im Kaminofen ist die Luftzufuhr keine Nebensache. Wenn sie nicht stimmt, zeigt dir der Ofen das sofort:

  • Zu wenig Luft: Die Scheibe verrußt und wird schwarz.
  • Zu viel Luft: Das Holz verbrennt zu schnell und zu heiß – das kann dauerhaft Schäden an deinem Kamin verursachen.
  • Falsche Balance: Das Flammenbild wirkt unruhig, matt oder das Feuer erlischt vorzeitig.

 

Diagramm für Regeln der Luftzufuhr

Die drei Arten der Luftzufuhr beim Kamin

Moderne Kamine arbeiten mit bis zu drei verschiedenen Luftzufuhren.

Primärluft: Die Starthilfe für dein Feuer

Die Primärluft wird in der Regel von unten durch den Rost in den Brennraum geführt. Sie ist vor allem in der Anheizphase wichtig, da sie das Feuer schnell in Gang bringt.

Wann du die Primärluft schließen solltest: Sobald jedes Holzstück vollständig in Brand steht, kannst du die Primärluft schließen. Der eigentliche Abbrand findet ohne Primärluft statt. 

Achtung: Lässt du die Primärluft zu lange offen, verbrennt das Holz extrem schnell und heiß – das kann bleibende Schäden an der Feuerstätte verursachen. Schließt du sie zu früh, kommt das Feuer nicht richtig in Gang.

Sonderfall – geöffnete Ofentür: Öffnest du die Tür zum Nachlegen, sollte die Primärluft wieder aktiv sein. Lass sie auch nach dem Schließen der Tür noch eine Weile geöffnet, damit die Verbrennung stabil bleibt.

Sekundärluft: Die Hauptverbrennungsluft für saubere Scheiben

Die Sekundärluft ist die eigentliche Hauptverbrennungsluft. Sie wird nicht kalt in den Brennraum geleitet, sondern nimmt einen cleveren Umweg mit System. 

So funktioniert die Scheibenspülung: 

  • Die Luft strömt von unten durch separate Kanäle im Korpus nach oben und wird dabei vorgewärmt.
  • Oben angekommen, wird sie gezielt an der Scheibe von oben nach unten geführt. 
  • Dieser Luftvorhang trennt Scheibe und Brennraum – und hält die Scheibe sauber. 
  • Im Idealfall strömt die Sekundärluft die gesamte Scheibe hinunter und wird erst ganz unten dem Feuer zugeführt. 

Woran du erkennst, dass die Sekundärluft optimal eingestellt ist: 

  • Ruhiges, gleichmäßiges Flammenbild ohne Rußspitzen
  • Saubere Scheibe und saubere Schamotte
  • Angemessen hohe Brennraumtemperatur

Wichtig: Die Sekundärluft darf im laufenden Betrieb bei Kaminen und Kaminöfen niemals vollständig geschlossen werden. Sonst kokelt das Feuer und die Scheibe wird schwarz.  

Tertiärluft: Nachverbrennung für mehr Effizienz

Neben der Primär- und Sekundärluft im Kamin gibt es bei modernen Modellen noch die Tertiärluft. Sie ist fest im mittleren bis oberen Bereich der Brennkammer verbaut und sorgt über separate Luftkanäle dafür, dass unverbrannte Gase nachverbrannt werden.  

Was das bringt:

  • Nachweislich positiver Einfluss auf die Emissionen 
  • Verbesserter Wirkungsgrad 
  • Kein manueller Eingriff nötig – der Tertiärluftkanal ist fest in der Feuerstätte verbaut 

Bei nahezu allen Spartherm-Geräten ist diese Technologie bereits integriert. 

 

Zusammenspiel der Luftarten im Heizvorgang

Zusammenspiel in der Praxis: der ideale Heizvorgang

Die drei Luftarten greifen in einem guten Heizvorgang nahtlos ineinander, wenn du im Kamin die Luftzufuhrregler optimal bedienst. 

1. Anzünden: Alle Luftöffnungen zu 100 % öffnen, Feuer von oben anzünden. 

2. Anheizphase: Primärluft mit steigender Temperatur schrittweise zurücknehmen, bis sie ganz geschlossen ist. 

3. Hauptbrand: Sekundärluft mit weiter steigender Temperatur reduzieren, bis sich ein stabiler Zustand einstellt. Die Abgastemperatur steigt danach zunächst nicht weiter an. 

4. Abbrand verlängern: Erst wenn die Abgastemperatur merklich fällt, die Sekundärluft nochmals reduzieren, um den Abbrand zu verlängern.

5. Nachlegen: Wenn alle Flammen erloschen sind, aber noch ein ausreichendes Glutbett vorhanden ist, Luftzufuhr komplett öffnen, neues Holz auflegen und die Tür wieder schließen. 

Faustformel: Ein schönes, gleichmäßiges Flammenbild zeigt dir, dass die Luftzufuhr stimmt. Ein kokelndes oder rauchendes Feuer ist immer ein Zeichen, dass etwas nicht passt. 


Häufige Bedienfehler – und wie du sie vermeidest 

Viele Probleme am Kaminofen haben dieselben Ursachen. Diese Fehler begegnen uns am häufigsten: 

  • Feuer von unten anzünden: Richtig ist es, immer von oben anzünden. Das Feuer brennt sich gleichmäßig nach unten durch und produziert deutlich weniger Rauch. Gleichzeitig wird der Schornstein schneller erwärmt, sodass schon frühzeitig Förderdruck aufgebaut wird. 
  • Ofentür beim Anzünden offen lassen: Die Tür sollte beim Anzünden geschlossen bleiben. Bei geöffneter Tür muss die Primärluft aktiv sein.
  • Luftstellhebel vor dem Nachlegen nicht öffnen: Beim Nachlegen immer zuerst den Luftstellhebel öffnen, dann die Tür.
  • Dauerhaft falsch betreiben: Zu wenig Verbrennungsluft im Dauerbetrieb oder dauerhafte Überhitzung können langfristig Schäden an Feuerstätte und Abgasanlage verursachen. 

Oft unterschätzt: Feuerstätte und Abgasanlage sind ein System

Wenn der Schornstein keinen ausreichenden Zug erzeugt – durch ungünstige Windverhältnisse oder einen zu kalten Schornstein – kann selbst die beste Lufteinstellung nicht optimal funktionieren. Im Zweifel hilft eine Beratung durch deinen Fachhändler. 

Besonders wirkungsvoll: In Kombination mit der S-ELA-Abgasklappe entfaltet die gut geregelte Luftzufuhr ihr volles Potenzial. Die S-ELA sorgt abgasseitig für konstante, reproduzierbare Bedingungen an der Abgasanlage – die ideale Grundlage für ein emissionsarmes und sparsames Abbrandverhalten. 

 

Der Spartherm-Luftstellhebel: ein Hebel, volle Kontrolle

Wer schon einmal einen Kaminofen mit zwei separaten Reglern bedient hat, weiß: Es klingt einfacher, als es ist. Primärluft öffnen, Sekundärluft anpassen, beide aufeinander abstimmen – in jeder Phase des Abbrands. Ein Fehler, und das Flammenbild stimmt nicht mehr. 

Spartherm geht einen anderen Weg. Fast jeder Spartherm-Kamin ist mit einem einzigen integrierten Luftstellhebel ausgestattet – kein Extra, kein Aufpreis, sondern fester Bestandteil jedes Geräts. 

Was er leistet: 

  • Regelt die Verbrennungsluftmenge
  • Koordiniert gleichzeitig die Verteilung zwischen Primär- und Sekundärluft
  • Primärluft ist nur bei Schieberstellungen zwischen ca. 70 % und 100 % aktiv – genau dann, wenn du sie brauchst

Viele Spartherm-Geräte verfügen zudem über eine Mindestöffnung im Luftstellelement, die eine unbeabsichtigte Verpuffung verhindert – eine zusätzliche Sicherheitsebene, die im Hintergrund arbeitet.

 

App mit der Heizleistung des Kamins

S-THERMATIK NEO: Automatische Abbrandsteuerung für maximalen Komfort

Wer noch mehr Komfort möchte, findet in der S-THERMATIK NEO die ideale Lösung: eine vollautomatische Abbrandsteuerung, die zu jedem Zeitpunkt die optimale Verbrennungsluftmenge bereitstellt – in einer Präzision, die händisch kaum erreichbar wäre. 

Was die S-THERMATIK NEO auszeichnet:

  • Zeigt optisch und akustisch an, wann der ideale Nachlegezeitpunkt ist
  • Spezielle Kaltstartprogramme für den Betrieb bei kaltem Ofen
  • Sicherheitsfunktionen gegen typische Bedienfehler
  • Auch bei Stromausfall betreibbar
  • Holt die maximale Energie aus dem Brennholz und sorgt für saubere Scheiben
  • Stellt die Einhaltung der Emissionsgrenzwerte sicher

 

Noch Fragen? Dein Spartherm-Fachhändler hilft weiter

Die richtige Luftzufuhr ist der Schlüssel zu einem sicheren, effizienten und schönen Kaminfeuer. Wenn du dir unsicher bist, welches Modell zu dir passt, oder Fragen zur Bedienung deines Ofens hast – dein Spartherm-Fachhändler vor Ort berät dich persönlich und kompetent. Jetzt Fachhändler in deiner Nähe finden und das perfekte Kaminfeuer erleben.