Raumklima mit Kamin: Trockene Luft und Schadstoffe vermeiden

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Ein knisterndes Kaminfeuer sorgt im Winter für wohlige Wärme und Gemütlichkeit. Doch während der Heizperiode kann es herausfordernd sein, die Vorteile eines Kamins mit einem gesunden Raumklima zu verbinden. Vielleicht hast du schon bemerkt, dass durch deinen Kamin trockene Luft entsteht oder die Luftqualität sich verschlechtert, wenn der Kamin brennt? Das betrifft vor allem offene Kamine oder Modelle, die nicht mit Außenluft versorgt werden. 

In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie du diese Herausforderungen meisterst. Erfahre, wie du mit deinem Kamin die Luftfeuchtigkeit optimal hältst und wie oft du mit einem Kamin lüften solltest.

Was macht ein optimales Raumklima aus? 

Damit du dich rundum wohlfühlst, kommt es auf die richtige Balance von Temperatur und Luftfeuchtigkeit an. 

  • Die ideale Raumtemperatur: 20 bis 22 Grad im Wohnbereich. Im Schlafzimmer darf es kühler sein – 16 bis 18 Grad sorgen für erholsamen Schlaf. 
  • Die optimale Luftfeuchtigkeit: 40 bis 60 Prozent ist perfekt für Haut, Atemwege und dein allgemeines Wohlbefinden. 

Die Werte kannst du ganz einfach mit einem Hygrometer und einem Raumthermometer messen. Diese Messgeräte sind oft als Kombi-Geräte erhältlich.

Wie dein Kamin das Raumklima beeinflusst

Trockene Luft durch den Kamin – Senkt der Kaminofen die Luftfeuchtigkeit? 

Kaminwärme ist intensiv und entzieht, wie jede Raumheizung, der Luft Feuchtigkeit. Das liegt daran, dass warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann. Sinkt die Luftfeuchtigkeit aber auf unter 40 %, kann es unangenehm werden – trockene Schleimhäute oder gereizte Haut können die Folge sein.  

Doch es gibt auch positive Effekte: Eine niedrigere Luftfeuchtigkeit reduziert das Risiko von Schimmelbildung. Feuchte Räume bieten nämlich ideale Bedingungen für Schimmelpilze.

Schlechte Luftqualität durch Sauerstoffmangel 

Ein Problem, das vor allem offene Kamine und solche ohne einen Anschluss an die Außenluft betrifft, ist die Beeinträchtigung der Luftqualität.  

Ein offener Kamin zieht Sauerstoff aus der Raumluft, um das Feuer am Brennen zu halten. Gleichzeitig entstehen beim Verbrennen von Holz Verbrennungsgase wie Kohlenmonoxid (CO), die in hoher Konzentration gesundheitsschädlich sein können. Besonders bei längerer Nutzung kann der Sauerstoffgehalt sinken und die Luft wird stickig. 

Die Kombination aus Sauerstoffmangel und Schadstoffen macht regelmäßiges Lüften bei einem Kaminofen unerlässlich. So sorgst du für frische Luft und reduzierst Schadstoffe in deinem Zuhause. 

Um diesen Effekt zu vermeiden, solltest du moderne Modelle wählen, die ihre Verbrennungsluft nicht aus dem Aufstellraum, sondern von außen beziehen. Bei diesen geschlossenen Kaminen gelangen im Normalfall auch keine Verbrennungsgase in den Aufstellraum.

Feinstaubbelastung – unsichtbare Gefahr 

Beim Heizen mit Holz können Feinstaubpartikel entstehen, die die Luftqualität beeinträchtigen. Das ist vor allem bei offenen Kaminen der Fall. Bei einem geschlossenen Kamin werden die Feinstaubpartikel über den Schornstein abgeführt und wirken im Normalfall nicht im Aufstellraum. Problematisch wird es nur, wenn der Kamin falsch betrieben wird – etwa mit feuchtem Holz oder unzureichender Luftzufuhr. Denn in diesem Fall wird besonders viel Feinstaub produziert und Feinstaub kann langfristig die Atemwege belasten, insbesondere bei Allergikern oder Asthmatikern.

Ein Kaminfeuer in Nahaufnahme.

So bringst du das Raumklima ins Gleichgewicht 

Wie oft solltest du lüften bei einem Kaminofen 

Das regelmäßige Lüften ist vor allem bei offenen Kaminen oder Modellen, die nicht direkt mit Außenluft versorgt werden, entscheidend, um die Luftqualität zu verbessern. Öffne alle zwei Stunden die Fenster weit und lüfte stoßweise für fünf Minuten. Dadurch gelangt frischer Sauerstoff in den Raum und Schadstoffe wie Kohlenmonoxid und Feinstaub werden abtransportiert. So bleibt dein Raumklima frisch und angenehm, ohne dass du auf die Wärme deines Kamins verzichten musst.

Luftfeuchtigkeit erhöhen mit deinem Kamin 

Trockene Luft durch den Kaminofen lässt sich leicht ausgleichen: Stelle eine hitzeresistente Schale mit Wasser auf den Kamin oder nutze einen Luftbefeuchter, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. So kannst du die Luftfeuchtigkeit bei deinem Kamin konstant im optimalen Bereich halten – für ein angenehmes Raumklima, das sich gut anfühlt.

Temperatur im Auge behalten 

Halte die Temperatur in deinem Wohnraum zwischen 20 und 22 Grad. Vermeide Überhitzung, da dies die Luft zu stark austrocknen kann. Ein Thermometer hilft dir, die Temperatur im Blick zu behalten und deine Heizleistung entsprechend anzupassen.

Richtig heizen für saubere Luft 

Um Feinstaub und Schadstoffe zu minimieren, ist es wichtig, deinen Kamin richtig zu betreiben. Verwende ausschließlich trockenes Holz und stelle sicher, dass die Luftzufuhr optimal eingestellt ist. So heizt du nicht nur effizient, sondern sorgst auch für ein Kaminfeuer ohne Rauch und Ruß. 

Hilfreiche Tipps und Tricks, wie du übliche Fehler mit deinem Kaminfeuer vermeiden kannst, haben wir in einem Blogbeitrag für dich zusammengefasst. 

Zum Blogbeitrag

Ein Kleinspeicherofen in einem Wohnzimmer.

Speicheröfen: Für ein angenehmes und gleichmäßiges Raumklima 

Eine ideale Lösung, um dein Raumklima angenehm und konstant zu halten, sind Speicheröfen. Im Vergleich zu herkömmlichen Kaminöfen geben sie die Wärme gleichmäßig und über einen längeren Zeitraum ab. Durch ihre Speichermasse nehmen sie die Hitze des Feuers auf und geben sie langsam und kontinuierlich an den Raum ab – selbst Stunden nach dem Erlöschen der Flammen. 

Das Resultat: keine Überhitzung. Die Luft trocknet nicht so stark aus und die wohlige Wärme verteilt sich sanft im gesamten Raum. Speicheröfen sind besonders geeignet für alle, die ein konstantes und gemütliches Raumklima schätzen – ohne ständig nachheizen zu müssen.

Speicheröfen entdecken

Behagliche Wärme ohne Kompromisse 

Ein Kamin kann dein Zuhause in einen Ort der Gemütlichkeit verwandeln. Mit einfachen Maßnahmen wie regelmäßigem Lüften und einer optimalen Luftfeuchtigkeit sorgst du dafür, dass dein Kamin nicht nur Wärme, sondern auch ein gesundes Raumklima liefert. Genieße die Vorteile deines Kamins und halte dein Zuhause frisch, warm und einladend – auch an den kältesten Wintertagen! 

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