Du willst deinen Kaminofen anmachen, doch dir fehlt ein Kaminanzünder? Oder dich stört die Ungewissheit über die Inhaltsstoffe vieler Anzünder? Kein Problem: Du kannst deine Feueranzünder selber machen – schnell, einfach und mit Materialien, die du oft ohnehin zu Hause hast.
In diesem Beitrag zeigen wir dir drei unkomplizierte Varianten, wie du deinen Kaminanzünder selber machen kannst – ob mit Tannenzapfen, Wachs oder Eierkarton. Manche davon eignen sich sogar als kleines Mitbringsel.
Das erwartet dich

Tannenzapfen als Kaminanzünder
Diese Variante funktioniert nicht nur zuverlässig, sondern sieht zudem wirklich hübsch aus. Schön verpackt in einem Glas sind die mit Wachs überzogenen Tannenzapfen die ideale Geschenkidee für alle Kaminliebhaber.
Du brauchst dafür:
- Trockene Tannenzapfen
- Alte Wachsreste (z. B. Kerzenstummel)
- Topf und Schale für das Wasserbad
- Back- oder Zeitungspapier
- Optional: Schnur aus Naturfasern (z. B. Baumwolle)
Und so geht’s:
- Tannenzapfen vollständig trocknen lassen.
- Wachsreste im Wasserbad schmelzen und Dochtreste entfernen.
- Tannenzapfen in das flüssige Wachs tauchen und diesen Schritt mehrfach wiederholen, um eine gleichmäßig dicke Wachsschicht zu erzielen.
- Zapfen auf Back- oder Zeitungspapier aushärten lassen.
Optional kannst du die Tannenzapfen auch mit der Schnur umwickeln, bevor du sie in das flüssige Wachs tauchst. Wichtig ist, dass du ein kleines Ende der Schnur herausragen lässt. Dieses sollte ebenfalls mit Wachs überzogen werden und dient dann als Zündschnur.

Kaminanzünder selber machen aus Wachs und Eierkarton
Wenn du mit wenig Aufwand gleich einen kleinen Kaminanzünder-Vorrat für die kommende Heizsaison herstellen willst, ist diese Möglichkeit ideal für dich. Und das Beste: Den Großteil der benötigten Materialien hast du wahrscheinlich schon zu Hause.
Du brauchst dafür:
- Alte Eierkartons
- Füllmaterial deiner Wahl (z. B. Zeitungspapier, Sägespäne oder Holzwolle)
- Alte Wachsreste (z. B. Kerzenstummel)
- Topf und Schale für das Wasserbad
- Back- oder Zeitungspapier als Unterlage
Und so geht’s:
- Füllmaterial in die Mulden der Eierkartons drücken.
- Wachsreste im Wasserbad schmelzen und Dochtreste entfernen.
- Flüssiges Wachs über die Mulden geben, damit sich Karton und Füllmaterial verbinden.
- Trocknen lassen.
- Einzelne Mulden auseinandertrennen.
So schnell und unkompliziert hast du deine Wachsanzünder selber gemacht. Den Anzünder kannst du ganz leicht portionieren. Er eignet sich daher perfekt, wenn du Kaminanzünder am liebsten griffbereit auf Lager hast.

Notfallanzünder ohne Wachs
Du brauchst spontan einen Ofenanzünder oder willst es besonders unkompliziert? Dann ist diese Variante dein perfekter „Notfallanzünder“ – ganz ohne Wachs, ohne Schmelzen und ohne Wartezeit.
Du brauchst dafür:
- Leere Toilettenpapierrolle
- Holzwolle oder trockene Fusseln bzw. Flusen (z. B. aus dem Staubsauger)
Und so geht’s:
- Toilettenpapierrolle dicht mit Fusseln oder Holzwolle füllen – fertig!
Tipp: Du kannst die Rolle anschließend auch in Stücke schneiden. So hast du gleich mehrere Anzünder aus einer Rolle.
Achte darauf, dass die Flusen bzw. Fusseln aus dem Staubsauger keine Kunststoffreste enthalten und nur aus Naturmaterial bestehen. Wenn du dir nicht sicher bist, ob das der Fall ist, verwende lieber Holzwolle und geh auf Nummer sicher.
Darauf solltest du bei DIY-Anzündern achten
Damit du deine selbstgemachten Kaminanzünder bedenkenlos herstellen und nutzen kannst, solltest du unbedingt auf folgende Punkte achten:
- Verwende nur trockene, naturbelassene Materialien (keine beschichteten oder lackierten Reste).
- Schmelze die Wachsreste immer im Wasserbad und verarbeite das heiße Wachs vorsichtig.
- Lagere die fertigen DIY-Anzünder trocken – so halten sie länger und funktionieren einwandfrei.
Mit diesen Tipps und Ideen zum Holzanzünder selber machen steht dem nächsten gemütlichen Abend am Kamin nichts mehr im Weg.
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