Um Kamine ranken sich viele Mythen und Halbwahrheiten: von der Frage, ob ein Kamin-Verbot ab 2025 kommt, bis hin zur Behauptung, dass feuchtes Holz im Kamin besser brennt. Diese Unsicherheiten können nicht nur zur Verwirrung führen, sondern auch dazu, dass du deinen Kamin nicht optimal nutzt. In diesem Beitrag räumen wir mit den 10 häufigsten Kamin-Mythen auf.
- Mythos: Ein Kamin ist schlecht für die Umwelt
- Mythos: Feuchtes Holz brennt besser
- Mythos: Kamine sind gefährlich
- Mythos: Ein Kamin funktioniert nicht in einem modernen, gut gedämmten Haus
- Mythos: Kamine dürfen ab 2025 nicht mehr genutzt werden
- Mythos: Je mehr Holz, desto besser brennt der Kamin
- Mythos: Ein Kamin ist nur im Winter sinnvoll
- Mythos: Kamine kosten viel
- Mythos: Die Asche aus dem Kamin eignet sich zum reinigen
- Mythos: In einer Mietwohnung kann man keinen Kamin haben
1. Mythos: Ein Kamin ist schlecht für die Umwelt
Hintergrund: Viele Menschen glauben, dass Kamine generell umweltschädlich sind, weil sie Feinstaub und Emissionen verursachen.
Auflösung: Moderne Kamine sind so konstruiert, dass sie mit der richtigen Technologie und optimaler Verbrennung strenge Umweltvorgaben erfüllen. Mit einem Kamin greift man außerdem auf Holz als erneuerbare Energiequelle zurück. Zusätzlich kannst du durch eine saubere Verbrennung und eine optimierte Luftzufuhr den Feinstaubausstoß deines Kamins minimieren.
Tipp: Worauf du bei deinem Kaminfeuer achten musst, damit dein Kamin die Umwelt nicht belastet, haben wir in einem ausführlichen Blogbeitrag für dich aufbereitet.
2. Mythos: Feuchtes Holz brennt besser
Hintergrund: Vielleicht hast du es auch schon einmal gehört? Oft wird behauptet, dass feuchtes Holz länger und damit besser brennt.
Auflösung: Das ist falsch. Feuchtes Holz im Kamin verursacht nicht nur Ruß und Rauch, sondern senkt auch die Effizienz der Verbrennung. Statt Wärme zu spenden, verdampft das Wasser im Holz und erzeugt unnötige Emissionen. Das ist langfristig nicht nur schlecht für deinen Geldbeutel, sondern auch für die Umwelt.
Tipp: Verwende Holz mit einer Restfeuchte von unter 20 %. Ein Holzfeuchtemessgerät hilft dir, die Qualität zu prüfen. So weißt du immer genau, welches Holz für deinen Kamin optimal ist.
Was bei der Lagerung von Holz zu beachten ist, haben wir in einem weiteren Artikel zusammengefasst.
3. Mythos: Kamine sind gefährlich
Hintergrund: Manche befürchten, dass Kamine leicht Brände oder Rauchgasvergiftungen auslösen können.
Auflösung: Ein sicher betriebener, geschlossener Kamin ist keineswegs gefährlich. Moderne Assistenzfunktionen wie Unterdruckwächter und Abbrandsteuerungen sorgen für zusätzliche Sicherheit. Wichtig ist jedoch, dass der Kamin von einem Fachmann geplant und installiert wird, damit alle Sicherheitsstandards eingehalten werden.
Trotzdem ist natürlich Vorsicht geboten: Ein Kaminofen kann, wenn er undicht ist, gefährlich werden, da Rauchgase in deinen Wohnraum gelangen können. Regelmäßige Wartungen minimieren dieses Risiko. Zudem solltest du deinen Kamin stets gemäß der Bedienungsanleitung betreiben, um eine sichere Nutzung zu gewährleisten.
Tipp: Lass deinen Kamin und die Dichtungen regelmäßig von einem Fachmann überprüfen, um Gefahren zu vermeiden.
4. Mythos: Ein Kamin funktioniert nicht in einem modernen, gut gedämmten Haus
Hintergrund: Es wird oft behauptet, dass Kamine in gut gedämmten Gebäuden keinen ausreichenden Zug entwickeln.
Auflösung: Mit einer externen Verbrennungsluftzuführung kann ein Kamin auch in einem sehr dichten Niedrigenergiehaus problemlos betrieben werden.
Tipp: Plane deinen Kamin frühzeitig in den Hausbau ein, damit er perfekt auf die Gegebenheiten abgestimmt werden kann.
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5. Mythos: Kamine dürfen ab 2025 nicht mehr genutzt werden
Hintergrund: Viele Kaminbesitzer haben Angst vor einem generellen Kamin-Verbot ab 2025.
Auflösung: Diese Sorge ist unberechtigt. Einzelraumfeuerstätten wie Kamine und Kaminöfen dürfen weiterhin genutzt werden, solange sie die Grenzwerte der BImSchV (2. Stufe) einhalten. Lediglich ältere Modelle, die vor 2010 in Betrieb genommen wurden, könnten von Nachrüst- oder Austauschpflichten betroffen sein.
Tipp: Lass deinen Kamin von einem Schornsteinfeger prüfen, um sicherzugehen, dass er alle gesetzlichen Vorgaben erfüllt.
Erfahre alles, was du zum Kamin-Verbot wissen musst
6. Mythos: Je mehr Holz, desto besser brennt der Kamin
Hintergrund: Ganz nach dem Motto „mehr ist mehr“ glauben manche Menschen, dass große Holzladungen für ein intensiveres Feuer sorgen.
Auflösung: Das stimmt jedoch nicht. Zu viel Holz im Kamin kann die Luftzirkulation behindern. Das wiederum führt zu unvollständiger Verbrennung und erhöhter Rußbildung. Eine kleinere Holzmenge mit einer guten Glutbasis ist viel effizienter.
Tipp: Lege Holz nach, sobald die Glut stabil ist. Beachte außerdem, wie viel Holz für deinen Kamin laut Herstellerangaben optimal ist. Die genaue Angabe für dein Modell findest du in der Betriebsanleitung.
Mehr zum Holz nachlegen erfahren
7. Mythos: Ein Kamin ist nur im Winter sinnvoll
Hintergrund: Oft hört man die Aussage, dass ein Kamin die Hälfte des Jahres nutzlos ist.
Erklärung: Gerade in der Übergangszeit oder an kühlen Sommerabenden ist ein Kamin ideal. Er kann schnell und effizient Wärme erzeugen – ohne dass die Heizung eingeschaltet werden muss.
Tipp: Nutze deinen Kamin im Sommer, um kühle Abende gemütlich zu machen. Ein kleines Lockfeuer hilft, falls der Kaminzug bei höheren Temperaturen schwächer ist.
Erfahre in diesem Blogbeitrag, wie du deinen Kamin fit für den Sommer machst und wie er auch in den warmen Monaten eine Bereicherung ist.
8. Mythos: Kamine kosten viel
Hintergrund: Einen Kamin einbauen: Welche Kosten erwarten dich? Viele nehmen an, dass der Einbau, aber auch der Betrieb eines Kamins viel zu teuer sei.
Auflösung: Die Kosten hängen von vielen Faktoren ab, wie dem Modell oder der gewünschten Ausstattung. Ein Kamin ist immer eine langfristige Investition. Moderne Kamine sparen durch ihre Effizienz jedoch Heizkosten und steigern langfristig den Wert deines Hauses.
Und wenn du uns fragst: Das gute Gefühl und der Blick in ein schönes Kaminfeuer sind sowieso unbezahlbar.
Tipp: Informiere dich über genaue Kosten bei einem versierten Fachhändler bei dir vor Ort. Unsere Experten stehen dir gerne mit Rat und Tat zur Seite.
9. Mythos: Die Asche aus dem Kamin eignet sich zum reinigen
Hintergrund: Einige Kaminbesitzer verwenden die Asche aus ihrem Kamin, um beispielsweise die Sichtscheibe zu reinigen.
Auflösung: Diese Vorgehensweise ist nicht unüblich und kann durchaus funktionieren. Sie ist jedoch auch mit Vorsicht zu genießen. Ist die Asche beispielsweise doch nicht so fein wie erwartet, können Kratzer entstehen.
Tipp: Um auf Nummer sicher zu gehen, solltest du besser auf einen Reiniger für die Sichtscheibe zurückgreifen. Diesen kannst du im Fachhandel oder auch online kaufen. Worauf du bei der Reinigung außerdem achten solltest, erfährst du hier!
10. Mythos: In einer Mietwohnung kann man keinen Kamin haben
Hintergrund: Viele glauben, dass Kamine ausschließlich Hausbesitzern vorbehalten und in Mietwohnungen nicht möglich sind.
Auflösung: Tatsächlich gibt es Möglichkeiten, auch in einer Mietwohnung die Behaglichkeit eines Kamins zu genießen. Zugegeben: Ein fest eingebauter Kaminofen ist in Mietwohnungen meist nicht erlaubt oder erfordert die Zustimmung des Vermieters. Doch moderne Alternativen wie elektrische Kamine bieten dir eine ähnlich gemütliche Atmosphäre – ganz ohne Schornstein und aufwendige Installation. Sie benötigen lediglich eine Steckdose und sind zudem wartungsfrei und sicher.
Tipp: Du möchtest mehr über die Möglichkeiten für Kamine in Mietwohnungen erfahren? In unserem Blogbeitrag beleuchten wir das Thema ausführlich und geben dir hilfreiche Tipps.
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